
Kapitalmarktausblick 2026
April 22, 2026
Kurzfristige Börsenprognosen sind Quatsch – langfristige Börsenprognosen sind nützlich!
September 6, 2026Aktienjahrbuch DAX© 2026
Kräftiger Gewinnanstieg von 19,0% im Jahr 2025 / Gewinnsteigerung von 22,3% im Jahr 2026 erwartet / DAX mit neuem Allzeithoch
Liebe Börsenfreunde,
dieses Jahr feiert der Deutsche Aktienindex DAX seinen 38. Geburtstag. Am 1. Juli 1988 wurde er als Leitindex für den deutschen Aktienmarkt eingeführt. An diesem Tag standen zum Handelsschluss 1.163,52 Punkte auf der Anzeigetafel. Heute, am 3. Juni 2026, beträgt der Indexstand 24.795,94 Punkte. Das entspricht einer Rendite von 8,5% pro Jahr. Wer vor 38 Jahren 10.000 EUR in den DAX investiert hat, konnte daraus bis heute rund 217.000 EUR machen. Ermöglicht wurde diese enorm positive Wertentwicklung durch unser Wirtschaftssystem, das auf einer freien Marktwirtschaft, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit basiert.
Im DAX sind die 40 größten börsennotierten Aktiengesellschaften am deutschen Aktienmarkt enthalten. Im Geschäftsjahr 2025 erzielten diese 40 Unternehmen zusammen einen Umsatz in Höhe von 1.768 Mrd. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Umsatzrückgang in Höhe von 2,2%. Das ist der dritte Umsatzrückgang in Folge. Bereits im Jahr 2023 ging der Umsatz um 0,3% und im Jahr 2024 um 0,5% zurück. Die wirtschaftliche Entwicklung stagniert somit seit drei Jahren! Rund die Hälfte der Unternehmen konnte ihren Umsatz steigern, die andere Hälfte musste einen Umsatzrückgang verkraften. Den größten organischen Umsatzzuwachs konnte Rheinmetall erzielen (+29%, tatsächlich jedoch nur +2% wegen der Abspaltung des Automobilgeschäfts). Zu den höchsten Umsatzrückgängen kam es in den Sektoren Automobil und Chemie.
Bei der Gewinnentwicklung wurde der leichte Abwärtstrend in den letzten Jahren deutlich nach oben durchbrochen. Im Geschäftsjahr 2025 betrug der Gewinn der 40 DAX-Unternehmen in Summe 126 Mrd. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Gewinnanstieg von 19%. Dieser Gewinnanstieg liegt weniger an einer deutlich gesteigerten Profitabilität der DAX-Unternehmen, sondern am Wegfall von Sonderabschreibungen im Jahr 2024 bei der Porsche SE sowie bei Vonovia. Wie bei den Umsätzen mussten auch bei den Gewinnen die Unternehmen aus den Branchen Automobil und Chemie Rückgänge verkraften. Ebenfalls schlecht entwickelten sich die Gewinne der Energieversorger.
Analog zum Anstieg der Unternehmensgewinne wurden auch die Dividenden angehoben. Im Geschäftsjahr 2026 wurden Rekorddividenden in Höhe von 56 Mrd. EUR ausgeschüttet. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 45%.
Aufgrund der schuldenfinanzierten staatlichen Investitionen in die zivile Infrastruktur, in die militärische Aufrüstung sowie in den Klimaschutz im Volumen von 1.000 Mrd. EUR wird im laufenden Jahr 2026 bei den 40 DAX-Unternehmen mit einem Umsatzwachstum in Höhe von 3,4% und einem Gewinnwachstum in Höhe von 22,3% gerechnet. Vor allem bei den Sektoren Rüstung und Energie ist eine positive Geschäftsentwicklung zu erwarten. Darüber hinaus wird in den Sektoren Informatik und Halbleiter mit einer positiven Wertentwicklung gerechnet. Diese Branchen poriftieren von den hohen Investitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Entsprechend positiv entwickelten sich bisher auch die Aktienmärkte.
Auf Basis der erwarteten Geschäftszahlen für das Jahr 2026 können Aktionäre aktuell mit einer Dividendenrendite in Höhe von 3,2% und einer Gewinnrendite in Höhe von 8,2% rechnen.
Wie die Geschäftsentwicklung der einzelnen DAX-Unternehmen war, welche Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren zu erwarten ist und mit welcher Rendite bei den einzelnen Aktien in den kommenden Jahren zu rechnen ist, erfahren Sie im Aktienjahrbuch DAX© 2026.
Bestellen können Sie das Aktienjahrbuch unter www.aktienjahrbuch.de
Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit Hilfe des Aktienjahrbuchs schneller passende Aktien mit Potenzial für Ihr Depot finden.
Ihr
Benjamin Knöpfler
Herausgeber des Aktienjahrbuchs
*Anmerkungen zur Datenerhebung der Fundamentaldaten:
Die historischen Fundamentalkennzahlen beziehen sich auf die Unternehmen, welche im aktuellen Aktienjahrbuch enthalten sind und nicht auf die Unternehmen, welche im jeweiligen Jahr im Index enthalten waren.
Bei der Umsatzentwicklung wurde die Porsche SE nicht berücksichtigt, weil das Unternehmen als Dachgesellschaft keine Umsätze ausweist (bei den anderen Fundamentaldaten wurde das Unternehmen schon berücksichtigt).
Für die folgenden Jahre war eine Datenerfassung über den gesamten Zeitraum nicht möglich, weil die Börsennotiz bei den genannten Unternehmen erst später erfolgte:
2019: ohne Daimler Truck Holding und Siemens Energy
2020: ohne Daimler Truck Holding










